Mittwoch, 2. April 2008

Ein mörderischer Abend

Endlich war es eingetroffen, das neue AGF-Visier. Und der Umbau des Bogens gestaltetete sich auch nicht sehr schwierig. Schnell hatte ich die richtige Einstellung gefunden.
Doch dann wurde ich übermütig. Wie lange hatte Garcher-Olaf nicht gewünscht und gedrängelt, über eine größere Distanz als nur dreißig Meter zu schießen.

Das Visier war leicht umgestellt auf die Distanz von 35 Metern. Und der Pfeil ging auch ordentlich in die Mitte der Scheibe. Auch Garcher-Olaf war zufrieden mit der Distanzverlängerung. Der Pfeilflug ließ hoffen, dass es auch auf 40 Metern funktionieren wird. Und so schritten wir zur Tat: das neue Visier eingestellt, mutig einen Pfeil aufgelegt und ... Treffer auf der Scheibe. Ohne Spektiv war nicht zu erkennen, wo der Treffer lag, aber auch zwei weitere Pfeile schlugen in die Scheibe ein.

Nun trat Garcher-Olaf nach vorn und ... Pfeil auflegen, visieren ... und dem Loslassen folgte ein eindeutiger Knall: Der Pfeil hat eine Metallschiene unter dem Betonsturz getroffen. Neuer Versuch: Visier neu eingestellt und es kam wie es nicht kommen musste. Noch in der Luft trennte der Hauptteil des Pfeiles sich von einem Streifen Karbon, von Spitze und Nocke.

Nach diesem Malheur beratschlagten wir das Ergebnis. Waren 40m überhaupt möglich? Ein weiterer Versuch sollte es zeigen. Also her mit meinen Pfeilen, heraus aus der Scheibe. Doch wo steckten sie? Alle drei hatten unten im 1er und 2er Ring die Scheibe getroffen. Glück gehabt.

Doch dann sollte es nicht gelingen. Knapp unter dem Sturz durch in Richtung auf die Scheibe. Doch der Pfeil traf nicht die Scheibe sondern ging unter ihr hindurch und schlug gegen die Betonwand. Zu sehen war nicht, ob der Sturz ihn abgelenkt hatte.

Für uns stand jedenfalls fest: 35 Meter sind gut zu schießen, größere Distanzen werden auf unserer Bahn nicht möglich sein.